Endlich mal wieder auf dem Wasser! Donnerstag, den 10.06., haben die Niederlande die Testpflicht für Deutsche zurückgenommen – und einen Tag später waren wir bereits in Lemmer, um ein Hafenmanöver-Training durchzuführen.

Die Bedingungen waren bestens: Freitag und Samstag 4 Bft, Sonntag nur noch 2 Bft.

Freitag, 11.06.2021

Perfekte Segel- Bedingungen, ordentlicher Wind mit 4 Bft – und wir gehen nicht etwa segeln – nein, wir nutzen das Wetter, um ein intensives Hafenmanöver-Training durchzuführen.
Doch vor dem Auslaufen waren zunächst, wie immer, die Yachtübernahme und die obligatorische Sicherheitseinweisung angesagt.
Meine „Schüler“ Benedikt, Florian und Markus kannten sich schon vom gemeinsamen SKS-Törn und daher konnten wir schnell mit dem Training beginnen.

Trotz der längeren Anreise (Markus kommt z.B. aus der Schweiz) waren wir alle so motiviert, dass keine Müdigkeit aufkam. Bis in die Dämmerung haben wir trainiert und dabei den Schwierigkeitsgrad der Übungen stetig erhöht.

Zunächst erfolgen einfachere Übungen, um die Yacht und ihr Verhalten beim Aufstoppen und ihre Manövrierfähigkeit kennenzulernen. Es wäre doch wirklich zu blöd, wenn man sich verschätzt und die Yacht von der Kaimauer gebremst wird…

Die Zeit verging dabei wie im Flug und als wir nach dem finalen Anlegemanöver um 22 Uhr aufbrachen um Essen zu gehen, mussten wir feststellen, dass auch hier die Restaurants wegen Corona um 22 Uhr schließen müssen.

Zum Glück hatten wir noch ausreichend Proviant an Bord und so musste keiner hungrig die Nacht verbringen.

Samstag

Der Tag verlief ähnlich: Direkt nach den Frühstück ging es um 10:00 Uhr los.
Mal abgesehen von einer kurzen Mittagspause an einem fremden Steg haben wir bis 19:00 Uhr trainiert, wobei die Manöver immer anspruchsvoller – sprich: die Häfen immer enger – wurden.

Dieses Mal haben wir jedoch rechtzeitig „die Kurve“ gekriegt und sind um 19:30 Uhr zum Essen ausgegangen.
Ein schönes Erlebnis: endlich mal wieder in ein Restaurant gehen zu können. Die Pizza schmeckte allein deshalb schon doppelt so gut.

Sonntag, 13.06.2021

Der letzte Trainingstag. Leider hatte der Wind nachgelassen, so dass die Rahmenbedingungen für die Übungen einfacher wurden. Daher haben wir beschlossen, durch die nahegelegene Schleuse: „Prinses Margrietsluis“ zu fahren.

Ein Schleusenmanöver ist an sich nicht schwierig – es handelt sich ja dabei lediglich um ein einfaches, längsseitiges Anlegen mit Bug voraus.
Trotzdem erhöhte sich leicht mein Puls: immerhin waren auf engem Raum an beiden Seiten der Schleuse viele andere Sportboote vertreten. Alles hübsch eng hier…

Viel zu schnell ging auch dieser Tag vorbei. Mit dem Wissen, dass Benedikt, Florian und Markus nun gut für ihre eigenen Törns gerüstet sind, endete dieses Training am Sonntag um 16:00 Uhr – allerdings nicht, ohne mir ein tolles Feedback zu geben. Du findest es auf YouTube.