Bordkasse: Welche Kosten werden daraus beglichen?

Aus der Bordkasse werden die Kosten beglichen, die für die gesamte Gruppe vor Ort entstehen, dazu gehören:

  • Transitlogs (eine Art Kurtaxe; die in Kroatien und der Türkei anfällt),
  • Verpflegung (Essen und Getränke) an Bord – wobei es sich hierbei um die „normale“ Grundverpflegung handelt,
  • Hafengebühren,
  • Diesel-Verbrauch,
  • Hinterlegung einer Kaution für das Dinghi (Beiboot) und Außenborder (,da diese nicht in der Kaskoversicherung der Segelyacht mitversichert sind),
  • Hinterlegung einer Kaution für Schäden an der Yacht, die beim gemeinsamen Schiffsbetrieb entstehen (keine Verschleißschäden), oder (alternativ) die
  • Kautionsversicherung (, die i.d.R. eine geringe Eigenbeteiligung hat, jedoch leider nicht in allen Segelgebieten möglich ist),
  • Stützpunktabgaben, von denen u.a. die Endreinigung, die Bettwäsche und (pauschal) der Gasverbrauch bezahlt wird und
  • Einklarierungsgebühren (fallen vor allem in der Karibik an).

Aus dieser Übersicht kann man erkennen, dass aus der Bordkasse alle anfallenden Kosten für den „täglichen Lebensbedarf“ entnommen werden. Sie ist vergleichbar mit dem Bedarf einer Gruppe in einem gemeinsamen Ferienhaus.

Ob auch Restaurantbesuche der Crew aus der Bordkasse finanziert werden sollen, muss die Crew selbst klären. Bei diesem Thema könnte es Meinungsverschiedenheiten geben – der Eine bevorzugt preiswerte, vegetarische Kost – für den Anderen muss es die teure Fischplatte sein. Der Eine trinkt Alkohol – der Andere lieber ein Mineralwasser. Gerade in südlichen Ländern ist es jedoch üblich, jeden Tisch zusammen (und nicht einzeln) abzurechnen – daher könnte man, wenn die Crew sich darauf geeinigt hat, auch gemeinsam aus der Bordkasse zahlen. Die Alternative: die Teilnehmer rechnen untereinander die einzelnen Kosten aus und legen ihren Anteil in den gemeinsamen Topf.

Die Bordkasse ist aus den o.a. Gründen keine Reiseleistung durch den Veranstalter. Der Veranstalter hat keinerlei Einfluss auf die Höhe der Bordkasse, denn diese ist alleine abhängig von den Ansprüchen und Ausgaben der Gruppe an Bord.

Übrigens: Der Skipper ist von der Einzahlung in die Bordkasse befreit – das ist üblich und alter Seemannsbrauch.

2018-10-30T10:59:42+00:00