Letztes Wochenende war es endlich soweit: das erste Mal in 2019 auf dem Wasser: Hafenmanövertraining auf dem IJsselmeer! 🙂

Freitag (05.04.19), ab 17 Uhr war das Treffen geplant – das Wetter war recht kühl und windig.

Bernd, der Vercharterer, hatte vorab schon einen elektrischen Heizofen für uns eingeschaltet, so dass die Yacht schon angenehm temperiert war.
Trotzdem war es eine wirklich gute Idee, warme Kleidung mitzunehmen. 🙂

Vier Teilnehmer würden an diesem Intensiv-Training teilnehmen und ich war schon richtig gespannt auf:
Dörte (Oberhausen), Tina und Andreas (Düsseldorf) und Peter (Kempen/Allgäu).

Fast zeitgleich mit mir erreichte auch Peter den Hafen – später kam noch Dörte dazu. Da Peter und ich schon im Restaurant waren, hatte sie es etwas schwerer, uns zu finden.
Doch nach diesen anfänglichen Schwierigkeiten konnten wir den ersten Abend harmonisch ausklingen lassen.

Samstag, 06.04.19:
Das Wetter hatte sich nicht (wesentlich) gebessert – tiefe Wolken, gelegentlich sehr leichter Regen und Wind aus Ost mit 4 Bft bei Temperaturen um 9° C.
Naja, nicht weiter schlimm.

Nach einem schnellen, einfachen Frühstück ging es dann gemütlich los.
Tina und Andreas waren inzwischen auch angekommen und so konnten wir pünktlich um 10.00 Uhr mit dem Training starten.

Zunächst eine (sehr kurze) Sicherheitseinweisung und dann ging es los mit einer ersten Übung an Land: Leinenwurf!
Das Ziel war, eine lange Festmacherleine richtig weit und gezielt zu werfen. Dieses gezielte Werfen einer Leine ist für Anlegemanöver wichtig, daher übe ich das z.B. mit jeder neuen Crew vor dem ersten Ablegen! Dabei erhalte ich einen ersten Eindruck und kann schon erkennen, wem ich später bei (schwierigeren) Anlegemanövern die Luvleine anvertraue…

Nach dem ersten Ablegen haben wir den Hafen verlassen, um „draußen“ zunächst das Fahrverhalten der Yacht kennen zu lernen. Dazu eignen sich „Achtenfahren“: vorwärts und rückwärts und natürlich ein schön großer Fender im Wasser, den wir zum Anlegen genutzt haben. Ein Fahrfehler an dieser Stelle tut noch nicht weh…

Nach einer sehr kurzen Mittagspause im Hafen wurde es dann ernst: nach und nach wurde das Training schwieriger und anspruchsvoller:

Anlegemanöver: 

  • längsseitiges Anlegen mit auflandigem Wind am Steg,
  • Anlegen mit Heck bei ablandigem Wind;
  • Anlegen mit Heck nach einer Durchfahrt zwischen zwei Dalben und ablandigem Wind; und natürlich immer dabei die unterschiedlichen

Ablegemanöver:

  • Ablegen mit Eindampfen in Vorspring
  • Ablegen mit Achterleine oder
  • Ablegen mit der gegenüberliegenden Achterleine.

Jeder Teilnehmer hatte die Gelegenheit, alle Manöver durchzuführen und war bei seinem Manöver tatsächlich selbst für das Gelingen verantwortlich.

Ich stand natürlich als Trainer immer zur Seite – für den „Fall der Fälle“. Tatsächlich musste ich beim gesamten Wochenende nur einmal beherzt eingreifen, da beim Aufstoppen (3-4 Meter vor dem Steg) Vorwärts- und Rückwärtsfahrt vertauscht wurden. Das ist mir übrigens auch schon selbst mal passiert!

18.30 Uhr endete der erste Trainingstag.

Sonntag, 07.04.19:
Wir haben beschlossen, schon um 09.00 Uhr mit dem Training zu beginnen und dafür u.U. etwas eher Schluss zu machen.
Das Wetter spielte mit: wunderschöner, blauer Himmel und wieder 4 Bft aus Ost. Die Temperaturen deutlich höher. Ein Traumwetter!

Nach den erfolgreichen Manövern vom Vortag haben wir heute die Schwierigkeiten erhöht. Zum Schluss des Trainings hatte jeder Teilnehmer mehrere An- und Ablegemanöver sogar „Einhand“ durchgeführt! Ein tolles Erfolgserlebnis.
Nach den letzten erfolgreichen Anlegemanövern in der Box von allen Teilnehmern, wollten diese mit einem Hochgefühl das Training um 14.00 Uhr beenden.

Mir hat es als Trainer sehr viel Spaß gemacht, dieses Training leiten zu dürfen. Die Teilnehmer passten gut zusammen, ein tolles Team!