Seekrankheit – (Wie) kann man sie vermeiden?

Das Thema Seekrankheit wird von „Landratten“ vor einem Segeltörn oft überbewertet: in der Regel ist Seekrankheit nämlich kein Problem. Das hat mehrere Gründe:

Durch ihren Kiel liegt eine Segelyacht wesentlich stabiler im Wasser als eine Motoryacht, die bei Wellengang „rollt“. Diese Rollbewegung kann tatsächlich unangenehm werden. Eine Segelyacht hingegen legt sich durch den Winddruck auf die Seite (sie „krängt“) – sie rollt jedoch nicht!

Außerdem werden die Segeletappen meist so geplant, dass über Mittag eine kleine Pause eingelegt wird; z.B. zum Schwimmen oder zum Entspannen in einer Bucht.
Wenn das Tagesziel (Hafen/Bucht) erreicht ist, kann man sich i.d.R. beim Landgang die Füße vertreten und auf Entdeckungstour gehen.
Auch während des Segelns fallen verschiedene „Arbeiten“ an: Steuern, Navigieren, Segel setzen und bedienen, etc… Bei dieser Abwechslung hat man oft gar keine Möglichkeit, seekrank zu werden…

Seekrankheit kann darüber hinaus oft vermieden werden: sobald Sie erste Anzeichen (z.B. flauer Magen, Unwohlsein) verspüren, sprechen Sie einfach den Skipper an – oft kann er helfen, indem er Ihnen z.B. das Steuer überlässt! Durch das aktive Steuern ist man nämlich gezwungen, den Horizont zu beobachten – und das beruhigt den Magen.. 😉

Und wenn „es“ doch mal passiert – das ist kein Beinbruch; selbst große Seefahrer sollen schon seekrank gewesen sein!