Wichtige Hinweise für Segeltrainings und Trainings-Törns

Unsere Hafen-, Segel- und Notfallmanövertrainings sind aktive Sport- und Ausbildungsveranstaltungen auf dem Wasser. Sie unterscheiden sich deutlich von einer klassischen Pauschalreise oder einem „Mitsegelurlaub“: Du übernimmst Verantwortung, wirkst in der Crew mit und trainierst gezielt Manöver und Abläufe.

Mit diesen wichtigen Hinweisen konkretisieren wir den Inhalt deiner gebuchten Trainingsveranstaltung und informieren dich über den besonderen Charakter unserer Angebote sowie über die damit verbundenen Anforderungen an dich als Teilnehmer.

Bitte lies Dir diese wichtigen Hinweise – deren Kenntnis Du bei Buchung bestätigst – daher aufmerksam durch.
Sie gelten für alle von SPOREDO(R) angebotenen Trainings auf Yachten (Hafentrainings, Segeltrainings, Notfallmanövertrainings sowie ggf. mehrtägige Trainingstörns).

 

Das Segeltraining als Sport- und Ausbildungsveranstaltung

Unsere Trainings sind darauf ausgelegt, dich vom „Scheininhaber“ zum sicheren, verantwortungsvollen Skipper weiterzuentwickeln.
Du bist daher nicht passiver Passagier, sondern aktives Besatzungsmitglied.

Was bedeutet das konkret?

  • Du wirkst – entsprechend deiner Vorerfahrung – an wesentlichen Manövern (An- und Ablegen, Wenden/Halsen, Reffen, Notfallmanöver etc.) mit.
  • Du übernimmst abwechselnd verschiedene Rollen an Bord (z.B. Ruder, Vorschiff, Leinenarbeit, Segelbedienung, Navigation, Ausguck).
  • Manöver werden häufig mehrfach hintereinander gefahren, um Routine aufzubauen – auch dann, wenn Wind, Welle oder Sichtverhältnisse fordernd sind.

Selbstverständlich wirst du dabei nicht „ins kalte Wasser geworfen“:
Alle Abläufe werden vorab erklärt, Fragen beantwortet und die Crew nach Fähigkeiten eingeteilt. So können Einsteiger mit Schein, aber wenig Praxis, sicher starten – und Fortgeschrittene werden gezielt gefordert.

Der Teilnehmer als aktives Crewmitglied

Als Teilnehmer unserer Trainings gehörst du von Beginn an zur Crew. Vom Betreten der Yacht bis zum Verlassen am Ende der Veranstaltung sind wir eine Gemeinschaft mit einem gemeinsamen Ziel: sicheres, strukturiertes Lernen auf dem Wasser – und idealerweise auch Freude am Segeln.

Du darfst bzw. musst dich – im Rahmen deiner körperlichen Möglichkeiten – aktiv an

  • Motor- und Segelmanövern,
  • Hafenmanövern sowie
  • Sicherheits- und Notfallübungen

beteiligen.

Niemand wird ohne Einweisung eingesetzt.
Gleichzeitig weisen wir ausdrücklich auf die typischen Risiken des Segelsports hin (z.B. Bewegung der Yacht, Rutschgefahr, Stolperstellen, Schläge durch Schoten/Baum, Seegang). Diese Risiken und deren Vermeidung sind Bestandteil der ausführlichen Sicherheitseinweisung zu Beginn des Trainings.

Nur wenn jeder Einzelne bereit ist, der Crew tatsächlich anzugehören und sich (gemäß seiner körperlichen Fähigkeiten) einzubringen, trägt er zum Gelingen des Trainings bei.

Anforderungen an Deine körperliche Konstitution

Wir möchten dir ein intensives, aber sicheres Lernerlebnis bieten. Gleichzeitig können unsere Trainings – je nach Wetter, Revier und Trainingsinhalten – körperlich und mental anstrengend sein (z.B. Wind, Welle, Hitze/Kälte, Schräglage, längere Steh- und Arbeitsphasen an Deck, nächtliche Manöver).

Die Voraussetzungen, die wir an dich stellen, sind insbesondere:

  • gute Schwimmfähigkeit und
  • eine der Veranstaltung angemessene körperliche Fitness und Ausdauer.

Ein Training auf einer Segelyacht kann durch äußere Bedingungen (Wetter, Welle, Hitze/Kälte, Sonneneinstrahlung usw.) strapaziös sein. Falls du unsicher bist, ob du den Belastungen einer solchen Sport- und Trainingsveranstaltung gewachsen bist, konsultiere bitte vorab einen Arzt und sprich mit ihm über die speziellen Anforderungen eines Segel- bzw. Hafentrainings.

An Bord einer Segelyacht steht in der Regel kein Arzt zur Verfügung; eine unmittelbare medizinische Versorgung ist daher nicht jederzeit gegeben.
Ein Erste-Hilfe-Set ist selbstverständlich vorhanden.

Mit deiner Buchung gehen wir davon aus, dass eine Teilnahme aus deiner Sicht gesundheitlich unbedenklich ist.

Verhalten innerhalb der Crew / Crewvertrag

Als Teil der aktiv segelnden Trainings-Crew ist es wichtig, dass sich alle Teilnehmer den gemeinsamen sportlichen Herausforderungen stellen, Lernbereitschaft mitbringen und sich gegenseitig kameradschaftlich unterstützen.

Teilnehmer eines Trainings sollten insbesondere folgende Eigenschaften mitbringen:

  • Gemeinschaftsgeist
  • Hilfsbereitschaft
  • Flexibilität
  • Kompromissbereitschaft
  • Geduld
  • Rücksichtnahme
  • Offenheit für Feedback

Damit möglichst keine Missverständnisse und Unstimmigkeiten auftreten, wird zu Beginn des Trainings – insbesondere bei mehrtägigen Trainings auf einer Yacht – ein Crewvertrag bzw. eine Bordordnung besprochen, die die Rechte und Pflichten der Teilnehmer untereinander sowie im Verhältnis zum Skipper regelt (z.B. Sicherheit, Wach-/Dienstpläne, Umgang miteinander). Dies ist bei vielen Segel- und Trainingstörns üblich.

Sicherheit und notwendige Mitwirkung

Sicherheit hat in all unseren Trainings oberste Priorität.
Um Unfälle zu vermeiden, sind die vom Skipper vorgegebenen Sicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten (z.B. Tragen von Rettungswesten, Verhalten an Deck, Manöverabläufe, Alkohol- und Drogenverbot während des aktiven Trainingsbetriebs).

Teilnehmer, die sich nicht an die Sicherheitsregeln halten oder die notwendige Mitwirkung verweigern, werden vom Skipper entsprechend abgemahnt – und können bei weiterer Nichtbeachtung aus wichtigem Grund vom weiteren Training ausgeschlossen werden, da sie sich selbst und alle anderen Beteiligten übermäßig gefährden.

Bei Trainings an Bord einer Yacht ist die Gruppe auf die Mitwirkung des Einzelnen angewiesen.

Wird ein Teilnehmer wegen eines Sicherheits- bzw. Mitwirkungsmangels vom Training ausgeschlossen, behält der Reiseveranstalter den Anspruch auf das vereinbarte Entgelt. Der Wert ersparter Aufwendungen sowie ggf. Erstattungen oder ähnliche Vorteile wird angerechnet.

Sollten Mehrkosten für die Rückbeförderung des ausgeschlossenen Teilnehmers anfallen, so trägt diese der ausgeschlossene Teilnehmer selbst.

Die Segelroute / Trainingsgebiet

Unsere Segeltrainings und Trainings-Törns auf Yachten sind nicht mit klassischen Kreuzfahrten vergleichbar, bei denen die einzelnen Tagesziele lange im Voraus feststehen.

Das Training orientiert sich in erster Linie an

  • der Sicherheit,
  • den jeweiligen Wetter- und Revierbedingungen sowie
  • den Ausbildungszielen (z.B. Hafenmanöver, längere Streckenetappen, Nachtfahrt, Notfallmanöver).

Deshalb werden in den Reise- bzw. Trainingsbeschreibungen in der Regel das Revier und ggf. Beispielrouten genannt. Die tatsächliche Route und die Tagesziele werden vor Ort vom Skipper in Abstimmung mit der Crew festgelegt – abhängig von Wind, Wetter, Erfahrungsstand der Crew und dem jeweiligen Trainingsschwerpunkt.

Persönliche Routenvorstellungen und Wunschhäfen werden – soweit mit Sicherheit und Trainingszielen vereinbar – gerne berücksichtigt, können aber nicht garantiert werden.

Überliegezeiten; nachträgliche Leistungsänderungen; Ersatzyacht; Undurchführbarkeit einer Flottille

Bei Trainings auf Charteryachten kann es ausnahmsweise zu sogenannten „Überliegezeiten“ kommen.
Unter Überliegezeiten versteht man Ausfallzeiten der Segelyacht, die zu Beginn des Trainings oder auch während des Trainings aufgrund von unvorhergesehenen Wartungs- oder Reparaturarbeiten vorkommen können.
Unter Überliegezeit versteht man auch, wenn die vorherige Crew aus Sicherheitsgründen (z.B. Sturm) nicht rechtzeitig am Ausgangshafen (dein Einschiffungshafen) ankommen kann.

Solche Überliegezeiten sind vor dem ersten Betreten der Yacht und während des Trainings bis zu einem Tag pro 7 Tage Reisedauer hinzunehmen, wenn sie für den Reisenden zumutbar und nicht erheblich sind und zudem den Gesamtzuschnitt deiner Reise nicht beeinträchtigen.

Gemäß der Reisebedingungen behält sich SPOREDO(R) den kurzfristigen Austausch einer ausgeschriebenen Yacht bei ähnlichem Standard (insbesondere Verhältnis von Kojen zu Teilnehmern) vor. Dieser Austausch der Yacht kann notwendig sein, wenn die ursprüngliche Yacht nicht eingesetzt werden kann (z.B. Reparaturarbeiten nach Unfall o.Ä.).

Bei geplanten und beabsichtigten Flottillen-Trainings ist Folgendes zu berücksichtigen:
Ob das Training als Flottille durchgeführt werden kann, ist von mehreren Faktoren abhängig:

  • Es ist erforderlich, dass die erforderliche Anzahl von Teilnehmern sehr frühzeitig bucht, denn nur dann können wir die Schiffe vorab reservieren.
  • Außerdem müssen dann auch noch freie Schiffe beim Vercharterer verfügbar sein, was umso unwahrscheinlicher wird, je kurzfristiger wir die Schiffe buchen können.

Bitte unterstütze uns daher bei diesem Ziel, indem du möglichst frühzeitig buchst und auch Bekannte auf diese Veranstaltung hinweist.

Falls wir kein zweites Schiff dazu buchen können, werden wir das Training als „normales“ Segeltraining mit einem einzigen Schiff durchführen.

Versicherungen / Versicherungsempfehlung

Alle von SPOREDO(R) eingesetzten Yachten sind in der Regel vollkasko- und haftpflichtversichert, verbunden mit einem vertraglich vereinbarten Selbstbehalt. Die Crew stellt vor Ort eine Kaution in Höhe dieses Selbstbehalts bzw. entsprechend den Bedingungen des Vercharterers.

Wichtig: Das Beiboot (Dinghi) ist nicht kaskoversichert.

In einigen Revieren ist es möglich, dass die Crew diesen Selbstbehalt der Kaskoversicherung über eine gesonderte Kautionsversicherung absichert.
Dabei wird die Prämie für diese Kautionsversicherung in der Regel aus der Bordkasse bezahlt.

Außerdem empfehlen wir jedem Sportteilnehmer den Abschluss von individuellen Versicherungen.
Hier findest Du Versicherungen für (Mit-)Segler.